Was sind Schiffsfonds?
Wie das Wort Schiffsfonds schon ausdrückt handelt es sich dabei um einen Fonds, der in ein oder mehrere Schiffe investiert. Mit einem Schiffsfonds kann man an einer Schifffahrtsgesellschaft unternehmerisch teilhaben. Eine solche Schifffahrtsgesellschaft besteht mindestens aus einem Schiff, kann aber auch aus mehreren Schiffen bestehen, an denen man dann Miteigentümer wird. Ein Schiffsfonds ist normalerweise ein geschlossener Fonds. Kapitalanleger können solange dem Schiffsfonds beitreten (Platzierungszeitraum) bis dass vorgesehene Eigenkapital für den geschlossenen Fonds eingeworben wurde. Dann wird der Fonds geschlossen. Das heißt, dass kein weiteres Eigenkapital mehr aufgenommen wird (im Gegensatz zu offenen Fonds). Bei einem geschlossenen Fonds wird das Fondsvolumen also i. d. R. schon zu Beginn festgelegt. Der Kapitalanleger beteiligt sich in der Regel, kommanditistisch an einer Schifffahrtsgesellschaft die als GmbH und Co. KG geführt wird. Zwischen 30 und 40% von den Anschaffungskosten des Schiffes oder der Schiffe wird normalerweise durch Eigenkapital gedeckt. Eine Bank finanziert dann den Rest über ein Schiffshypothekendarlehen. Die laufenden Chartereinnahmen sollen das Schiffs-Hypothekendarlehen einschließlich der Zinsen zurückzahlen. Danach gehört das Schiff oder die Schiffe vollständig der Schifffahrtsgesellschaft beziehungsweise den Eigentümern der Schifffahrtsgesellschaft, also denen, die Kapital in den Fonds eingelegt haben. Gemäß der Größe der Anteile an dem Schiffsfonds werden Ausschüttungen aus den Betriebsüberschüssen verteilt. Am Ende der Laufzeit eines Schiffsfonds soll das Schiff oder die Schiffe dann verkauft werden. Die Einnahmen aus dem Verkauf werden dann wiederum gemäß der Anteilsgröße an dem Schiffsfonds verteilt
