Tonnagesteuer macht Schiffsfonds interessanter
Die Tonnagesteuer macht Schiffsfonds/Schiffsbeteiligungen zu einer der interessantesten Geldanlagemöglichkeiten. 1999 wurde für Schifffahrtsgesellschaften die so genannte Tonnagesteuer (§ 5a Einkommensteuergesetz) eingeführt. Die Tonnagesteuer hatte zum Ziel die Besteuerung von Schifffahrtsgesellschaften in der Europäischen Union (EU) anzugleichen. Durch die Tonnagesteuer werden die Ausschüttungen bei den Schiffsfonds weitgehend steuerfrei. Dadurch werden gute Schiffsfonds mit hohen Ausschüttungen zu einer der interessantesten Geldanlagen. Und dies besonders für vermögensstarke Geldanleger.
Die Tonnagesteuer bei Schiffsfonds ist eigentlich keine eigene Steuer, ...
...sondern eine unter bestimmten Voraussetzungen mögliche Gewinnermittlungsart, die eine Schifffahrtsgesellschaft wählen kann. Hierbei wird die herkömmliche Art der Gewinnermittlung mit einer pauschalen Gewinnermittlung (Tonnagesteuer) ersetzt. Diese Tonnagesteuer wird anhand der Nettoraumzahl festgelegt. Im wesentlichen wird damit der Rauminhalt eines Schiffes erfasst. Diese pauschale Tonnagesteuer wird unabhängig von einem tatsächlichen Gewinn gezahlt. Also auch bei einem Verlust.
Die Tonnagesteuer bei Schiffsfonds (Schiffsbeteiligungen) ist außerordentlich niedrig
Genau gesagt bedeutet dies, dass der in einem Wirtschaftsjahr pauschal festgelegte Gewinn pro Tag des Betriebs wie folgt festgelegt ist:
0,92 € je Nettoraumzahl (100 Nettotonnen) bei einer Tonnage bis zu 1000 Nettotonnen.
0,69 € für die 1000 Nettotonnen übersteigende Tonnage bis zu 10.000 Nettotonnen.
0,46 € für die 10.000 Nettotonnen übersteigende Tonnage bis zu 25.000 Nettotonnen und
0,23 € für die 25.000 Nettotonnen übersteigende Tonnage.
Beispiel für einen Schiffsfonds mit einem Containerschiff mit einer Nettoraumzahl von 12.733:
Der Tonnagesteuergewinn würde dann für dieses Containerschiff in einem Jahr 30.570 € betragen. Dies ist wohl gemerkt der pauschal festgelegte Gewinn, nicht die Steuer. Die eigentliche Steuer, würde nach dem persönlichen Steuersatz berechnet werden.
Bei einer Schiffsbeteiligung in einer Höhe von 100.000,- € würde das anteilige steuerliche Ergebnis 200,- € betragen, falls man mit diesen 100.000,- € den 500. Teil des Schiffes erwerben könnte. Die daraus hervorgehende Steuerbelastung würde nur rund 89 € pro Jahr betragen (bei einem Spitzensteuersatz im Jahre 2007)! Unabhängig von der Höhe des tatsächlichen Ergebnisses der Schifffahrtsgesellschaft bleibt dieser Betrag gleich. Unabhängig davon ob und in welcher Höhe Ausschüttungen an den Geldanleger fließen. Auch ein Schiffsverkauf am Ende der Laufzeit würde diesen Betrag nicht erhöhen.
Gute Schiffsfonds erzielten in der Vergangenheit gute Renditen
Durch die Tonnagesteuer bleiben diese Gewinne weitgehend erhalten. Somit sind gute Schiffsbeteiligungen in Verbindung mit der Tonnagesteuer eine der interessantesten Geldanlagemöglichkeiten überhaupt. Dies gilt besonders nach Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009.
